Home
Jägerkaserne
Garnisonsgeschichte
Die 102er
Kasernenbau
Erster Weltkrieg
Impressum

Blick von der Georgewitzer Straße zum Mannschaftshaus 1, 1915 

 Löbau - die Garnison

Vergangenes behüten, Geschichte
erleben

Zur Geschichte der Garnison Löbau:

Am Karfreitag des Jahres 1912 hielt der Löbauer Bürgermeister Mücklich stolz einen Befehl des sächsischen Königs in seinen Händen.
Er konnte es kaum glauben - doch endlich war es geschafft! Das Jägerbataillon Nr. 12 aus Freiberg sollte 1914 sein Domizil in Löbau, der Stadt am Berge beziehen.

Lange Zeit hatten die Löbauer um eine Garnison nachgesucht.
Schon zwei mal, von 1821 - 1831 und von 1867 - 1869, war ein Bataillon sächsische Infanterie permanent hier in Quartier. Der Wunsch nach einer dauerhaften Belegung mit Militär war geweckt, denn schließlich brachte ein Truppenstandort Kaufkraft und Ansehen für die Stadt.

Sächsisches Wappen an der Südseite eines Mannschaftshauses

Auf eigene Kosten bauten die Löbauer eine Kaserne, doch die Freiberger Jäger zogen 1914, statt in ihr gemütliches Löbauer Quartier, auf die mörderischen Schlachtfelder des ersten Weltkrieges und die neue Kaserne war für 5 Jahre erst einmal ein Reservelazarett.

Nach dem Krieg erhielt Löbau mit dem Ausbildungsbataillon des Infanterieregiments Nr. 10 dann endlich ihre ständige Garnison.
Die Löbauer engagierten sich und lebten fortan gut mit "ihren" Soldaten.

Als Hitler 1933 die Macht in Deutschland ergriff und zielstrebig auf einen Krieg hinsteuerte, pfiff auch in Löbau ein schärferer Militärwind um die Ecken der Jägerkaserne.
Das Objekt wurde um den Komplex beim heutigen Arbeitsamt und ein Barackenlager für Einheiten des Ersatzheeres erweitert.

In den ersten Jahren nach dem zweiten Weltkrieg diente die ehemalige Wehrmachtskaserne bis 1949 als Auffang- und Durchgangslager für Vertriebene aus dem Schlesierland und anderen Ostgebieten.
Danach bezogen Einheiten der Kasernierten Volkspolizei der neugegründeten DDR den Komplex an der Georgewitzer Straße. Aus diesen Einheiten ging 1956 das Panzerregiment 16 hervor, welches letztendlich im Sommer 1963 das Objekt Löbau für die neuzugründende Offiziersschule der Landstreitkräfte der NVA räumen musste.

Damit begann am 2. Dezember 1963 ein völlig neues Kapitel in der Garnisonsgeschichte der Stadt.
26 Jahre lang wurden in den Standorten Löbau und Zittau tausende Offiziere für den Dienst in den Landstreitkräften der Nationalen Volksarmee der DDR ausgebildet.
Die Offiziershochschule Löbau wuchs in dieser Zeit zu einem der größten militärischen Objekte Europas heran.
 

Vorbeimarsch an der Tribüne

Der 31. Juli 1991 brachte als Folge der Wiedervereinigung das Ende für die Garnison Löbau mit sich.
Die Dienststelle wurde auf Befehl des Territorialkommando Ost schrittweise aufgelöst und das Objekt fand seitdem keine militärische Nutzung mehr.

Wilhelm Leuschner Platz

Ehemaliger Exerzierplatz. Heute: Wilhelm-Leuschner-Platz

Mehr Bilder von Löbau und der Jägerkaserne gibt es hier


Tipp:
Buch jetzt bestellen, bevor es vergriffen ist!

(Bitte auf das Bild klicken)

Offiziershochschule der Landstreitkräfte "Ernst Thälmann"

 
 
Ich biete Ihnen Führungen in der ehemaligen Jägerkaserne Löbau sowie in der Löbauer City und auf den Löbauer Berg an.
   

 Kontakt bitte hier klicken


   

zurück zur Garnison Löbau

 

 
Geschichte der Garnison Löbau | kontakt@garnison-loebau.de